Musik
Zum großen Teil auf CDs erschienen, zum großen Teil auf Labels, teils aber auch im eigenen Verlag. Ganz alte Produktion erschienen damals als Kassette, können aber auch als CD oder Audio Files bestellt werden. Hier in chronologisch umgekehrter Reihenfolge gelistet.
Whim of Fate
- Hans Feigenwinter ZINC
- 2014
Whim of Fate
- Hans Feigenwinter ZINC
- UNIT Records, 2014
Andreas Tschopp
Posaune
Domenic Landolf Tenor- und Sopransaxofon
Hans Feigenwinter Klavier
Domenic Landolf Tenor- und Sopransaxofon
Hans Feigenwinter Klavier
1 To What Extent
2 Oberwil
3 Joringel, wartend
4 I’d Love to
5 Right-Hand Twist
6 Objet Trouvé
7 Im Gedankenhorst
8 EMX
9 Anders als damals
10 USA?
11 Die Indiskretion des Zufalls
2 Oberwil
3 Joringel, wartend
4 I’d Love to
5 Right-Hand Twist
6 Objet Trouvé
7 Im Gedankenhorst
8 EMX
9 Anders als damals
10 USA?
11 Die Indiskretion des Zufalls
«Objet Trouvé» das Stück in der Mitte der ganzen Sammlung, bildet durch sein Rubato-Time einen starken Kontrast zur fast gesamten Umgebung auf der CD, einer mehrheitlich von Raster und Groove betonten Ästhetik. Die nachtwandlerische Sicherheit zwischen Tschopp und Landolf zeigt sich in Passagen, wo sie miteinander in einen exponierten Dialog treten, wie etwa in «Joringel, wartend» genauso wie dort, wo sie, ebenso sensibel improvisierend, einen Boden für ein Klaviersolo legen, wie in «EMX». In dieser Band wird das übliche Konzept eines Jazztrios auf den Kopf gestellt; besteht ein reguläres Trio aus einem Solisten mit zwei Begleitern, so geht «Whim of Fate» von einem Rollenverständnis aus, in dem das Klavier als alleiniger Begleiter Gesellschaft von zwei Solisten erhält. Auf dieses Muster greift das Trio immer wieder zurück, aber nur, um die anfänglich aufgestellten Rollen völlig zu verlassen und zu einem Gesamtklang zu finden, in dem sich alles mit allem verwebt.
Vanishing Point
- Feigenwinter 3
- 2012
Vanishing Point
- Feigenwinter 3
- UNIT Records, 2012
Arno Troxler
Schlagzeug
Wolfgang Zwiauer Bassgitarre
Hans Feigenwinter Klavier
Wolfgang Zwiauer Bassgitarre
Hans Feigenwinter Klavier
1 Flüchtig
2 In der Tasche
3 Schweres Wasser
4 Glasur
5 Wühlen
6 Slogan
7 Nice to have
8 Stell dir vor
9 Covered
10 Garn
11 Fluchtpunkt
12 Rewind
13 In mir selbst
2 In der Tasche
3 Schweres Wasser
4 Glasur
5 Wühlen
6 Slogan
7 Nice to have
8 Stell dir vor
9 Covered
10 Garn
11 Fluchtpunkt
12 Rewind
13 In mir selbst
Songs, instrumental von Schlagzeug, Bass und Klavier kompakt vorgetragen, Songs, als Sprungbrett für kollektive Improvisationen mit ungewissem Ausgang, diese Spannweite und noch einiges jenseits davon charakterisiert seit Beginn der Band die Musik von FEIGENWINTER 3. Nach «White Cube» begannen FEIGENWINTER 3 spielenderweise an Proben wie Konzerten neues Material zu entwickeln, bis ein komplettes Repertoire gefunden wurde: eine neue Sammlung von Instrumentalsongs, die genauso zum Trio passt wie das Trio zu den Songs. Ihre lange Erfahrung als Band lässt die drei Musiker noch nicht erkundetes Terrain aufspüren und stilsicher in ihre selbst geschaffene Welt integrieren. Die für FEIGENWINTER 3 bezeichnende Balance zwischen Eingängigkeit und Komplexität, Rausch und Klarheit, Kollektiv und Individuum wird weiter verdichtet: zuvor so nicht gehörte düstere Stimmungen finden in einem ebenso neuen Optimismus ihre Auflösung, Querbezüge zwischen den einzelnen Linien werden hervorgehoben. Mit «Vanishing Point» erweitern FEIGENWINTER 3 ihren Begriff des Instrumentalsongs, der nun gleichzeitig improvisatorischer und fester geformt erscheinen kann. Das erlaubt es dem Trio, seine Musik weit von einem Ursprungsthema zu entfernen und dennoch immer ganz nah bei der Melodie zu bleiben.
White Cube
- Feigenwinter 3
- 2009
White Cube
- Feigenwinter 3
- Universal, 2009
Arno Troxler
Schlagzeug
Wolfgang Zwiauer Bassgitarre
Hans Feigenwinter Klavier
Wolfgang Zwiauer Bassgitarre
Hans Feigenwinter Klavier
1 Schicke Mütze/Steig auf
2 Dreiton/Auswahl
3 Even Today
4 Kofferwort
5 Fachtel
6 Koaxial
7 Dein Antrieb
8 Zahn
9 From Now On
10 Oh, Did We?
11 White Cube
2 Dreiton/Auswahl
3 Even Today
4 Kofferwort
5 Fachtel
6 Koaxial
7 Dein Antrieb
8 Zahn
9 From Now On
10 Oh, Did We?
11 White Cube
Zentral ist für Hans Feigenwinter seit Beginn jene Strasse, auf der er eigene Stücke in einer improvisierenden Kleinformation entwickelt. Seit seiner ersten Trioplatte «Lift» wurde das Material hierfür immer breiter und komplexer, wodurch auch die Bands ständig etwas grösser wurden. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit Wolfgang Zwiauer eine grosse Rolle. Er hat die Musik mit seinen genauso stützenden wie wunderbar beweglichen Basslinien ständig mitgeformt. 2006 trafen die zwei Musiker Arno Troxler, einen Erfinder von ebensolchen Beats, ein Poet am Schlagzeug.
Mehrstimmigkeit und Texturen wurden in Feigenwinters Spiel in den davor liegenden Jahren immer wichtiger. Sowohl Troxler wie Zwiauer sind orchestrale Spieler. So haben FEIGENWINTER 3 entdeckt, dass sich das gewünschte Klangbild auch in einer Kleinstformation realisieren lässt. Mit Musik, die sich räumlich immer mehr ausgedehnt hat, kehrten die Musiker zurück zum Trio. Die drei Parteien greifen ineinander und lösen sich so mitunter auch im Gesamtklang auf. Die Kompositionen, teils einfachste, eingängigste Instrumentalsongs, teils zu mehrschichtigen Gebilden verwoben, bestimmen klar den Charakter der Stücke und ermöglichen so den freien improvisatorischen Umgang mit ihnen. Ausgedehnte Formen kontrastieren mit kurzen Schlaufen, so dass die Zeit sowohl in ihrer Weite wie auch im Moment intensiv gehört werden kann.
Behind the bend
- Feigenwinter
- 2004
Behind the bend
- Feigenwinter
- Universal, 2004
Lars Lindvall
Trompete
Markus Stalder Gitarren
Hans Feigenwinter Klavier
Wolfgang Zwiauer Bassgitarre
Andi Pupato Perkussion
Markus Stalder Gitarren
Hans Feigenwinter Klavier
Wolfgang Zwiauer Bassgitarre
Andi Pupato Perkussion
1 Behind The Bend
2 Flügge
3 Two Answers
4 Seit ich dich kenne
5 Derringer
6 Auswärtsspirale
7 Kahlrasur
8 Hair Again
9 Sicht
10 Wie ein Pfeil
11 Am Ball
2 Flügge
3 Two Answers
4 Seit ich dich kenne
5 Derringer
6 Auswärtsspirale
7 Kahlrasur
8 Hair Again
9 Sicht
10 Wie ein Pfeil
11 Am Ball
Kompakte Beats und vielschichtige Texturen bestimmen diese CD zu einem grossen Teil. Nach Gang, wo das Schwergewicht auf Kompositionen liegt, sind Improvisation und Komposition auf Behind the Bend durchwegs in Balance. Von Lift an hat sich Feigenwinters Instrumentalsong-Ensemble kontinuierlich vom Trio zum Quintett erweitert. Doch wird nicht einfach erweitert, sondern vor allem neu gewichtet: die Melodien sind wieder einfacher, während sich im mittleren Register alles zu komplexen Mustern verwebt. Nach in die zweite Platte mit Lars Lindvall, ist es schon die dritte mit Wolfgang Zwiauer. Feigenwinters Vorstellung von Perkussion, welche die Grooves der Songs zum einen definiert, sich aber gleichzeitig frei genug bewegt, fand sich nach langer Suche endlich im Spiel von Andi Pupato realisiert. Markus Stalder, ein Poet an verschiedenen Gitarren, trägt zum bislang farbigsten Klang in Feigewinters improvisierenden Formationen bei.
Gang
- Hans Feigenwinter & ARTE Quartett
- 2002
Gang
- Hans Feigenwinter & ARTE Quartett
- Altrisuoni, 2002
Beat Hofstetter
Altosaxofon
Sascha Armbruster Sopransaxofon
Andrea Formenti Tenorsaxofon
Beat Kappeler Baritonsaxofon
Hans Feigenwinter Klavier
Wolfgang Zwiauer Bassgitarre
Sascha Armbruster Sopransaxofon
Andrea Formenti Tenorsaxofon
Beat Kappeler Baritonsaxofon
Hans Feigenwinter Klavier
Wolfgang Zwiauer Bassgitarre
Hang
Malteser
Alte Freunde
Joni Mitchell
Dort Hin
Sextett 1998: Gehend - Zurückgelehnt - Finalfahrt
Gang
Malteser
Alte Freunde
Joni Mitchell
Dort Hin
Sextett 1998: Gehend - Zurückgelehnt - Finalfahrt
Gang
Die Zeit um 2000 brachte für Feigenwinter einige Auftragskompositionen. Die mit Abstand glücklichste Zusammenarbeit diesbezüglich ergab sich mit der Saxofongruppe ARTE QUARTETT. Nach einigen Stücken für das Quartett alleine wünschten sich seine Mitglieder eine Komposition, bei dem Feigenwinter auch selber mitspielt. Dass dazu auch Wolfgang Zwiauer stossen würde, versteht sich fast von selbst. Im Zentrum der Platte steht das Sextett 1998. Seine drei Teile lassen an Kammermusik des 18./19. Jahrhunderts denken. Tatsächlich sind Haydn und Mozart ein grosser Einfluss dieser Musik, was sich teils in der zeitlichen Form niederschlägt, in der motivischen Arbeit, nie aber in der Harmonik oder dem Rhythmus: wie schon Lift und in basiert auch Gang auf Groove. Nicht nur das volle Sextett spielt auf dieser Platte, sondern auch verschiedene Teilbesetzungen, unter anderem ein intimes Duo von Wolfgang Zwiauer und Hans Feigenwinter, das seither darauf wartet, auch einmal abendfüllend aufzutreten.
Because You Knew
- Feigenwinter Oester Pfammatter
- 2002
Because You Knew
- Feigenwinter Oester Pfammatter
- Universal, 2002
Hans Feigenwinter
Klavier
Bänz Oester Bass
Norbert Pfammatter Schlagzeug
Bänz Oester Bass
Norbert Pfammatter Schlagzeug
1 How Deep Is The Ocean
2 Au Privave
3 Because You Knew
4 Balloon
5 Everything I Have Is Yours
6 The Tag
7 This Is New
8 Stand
2 Au Privave
3 Because You Knew
4 Balloon
5 Everything I Have Is Yours
6 The Tag
7 This Is New
8 Stand
Auf der zweiten Cd des improvisationsgewichtigen Trios finden sich Themen aus dem Be Bop, völlig frei Improvisiertes, und vor allem: Stücke der Bandmitglieder. Weil GAS (Great American Songs) nun nicht mehr das ganze Repertoire bestimmten, wurde der Bandname geändert: das Trio nannte sich nun nach seinen drei Mitgliedern. In Richtungen, welche auf «GAS» von 1999 angedeutet wurden, dehnt sich die Musik von FOP hier konsequent aus.
Fade In
- Hans Feigenwinter
- 2000
Fade In
- Hans Feigenwinter
- GAP Produktionen, 2000
Hans Feigenwinter
Elektrik, Stimme, Klavier, Perkussion
1 Oh Nein
2 Ringel
3 Am Profit
4 Selmer
5 Sex Sells
6 Neuer Meter
7 Juno Rechts
8 Basel Nord
9 Im Moor
2 Ringel
3 Am Profit
4 Selmer
5 Sex Sells
6 Neuer Meter
7 Juno Rechts
8 Basel Nord
9 Im Moor
in
- Hans Feigenwinter
- 1996
in
- Hans Feigenwinter
- Brambus Records 1996
Lars Lindvall
Trompete
Bänz Oester Cello
Hans Feigenwinter Klavier
Wolfgang Zwiauer Bassgitarre
Bänz Oester Cello
Hans Feigenwinter Klavier
Wolfgang Zwiauer Bassgitarre
1 Kausal
2 Hang
3 Zucker
4 Wal
5 Therwil
6 Sand
7 Scharfer Draht
… Auf
2 Hang
3 Zucker
4 Wal
5 Therwil
6 Sand
7 Scharfer Draht
… Auf
Mitte der 1990er wurden Feigenwinters Stücke mehrschichtiger, was auf der CD nach Lift gleich zu einer neuen Besetzung führte: Lars Lindvall an der Trompete und Bänz Oester am im Jazz nach wie vor seltenen Cello. Es ist die erste CD, auf der Wolfgang Zwiauer mit seinem fantastischen Bass-Spiel vertreten ist. Von hier an wird er die Entwicklung der Instrumentalsongs wesentlich mitformen. Die Spannweite der Stücke reicht vom verschachtelten Kausal zum kurzen Folk Song Auf. Kollektivimprovisationen bestimmen Therwil und Wal, weiträumige Melodien Hang und Sand. Eigenartigerweise wurde die CD auch „die ohne Schlagzeug“ genannt. Offenbar war (ist?) eine solche Besetzung nicht selbstverständlich in Groove-Musik. Höchste Zeit also, dass die Platte erschien.